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Am Freitag war nun der große Moment gekommen: Läuft sie, oder nicht? Damit sollte auch die Frage beantwortet werden: Lohnt sich eine “Restauration” oder nicht? Die Antwort: Ja! Ja, sie läuft. Und das nach 15 Jahren Standzeit. Ein paar mal durchdrehen, ein bisschen Choke und *WROAM*.

…Und dann war das Mopped auch schon weg. Verschwunden in einer Wolke aus Abgasen, Staub und Ölqualm – aber dem Geräusch nach lief sie immernoch. Als sie dann so einigermaßen warm war sogar ohne Choke und relativ laufruhig. Lediglich beim Hochdrehen meinte ein Zylinder, dass er vom Gaszug wohl nicht gemeint gewesen sein konnte und verweigerte seinen Dienst.

Über das Wochenende wurde der Vergaser gereinigt – großes Dankeschön an Marko, an dieser Stelle! – und sieht wieder aus wie neu. Gut ein die O-Ringe der Gemischschrauben haben es nicht überlebt, da da kann man ja Abhilfe schaffen.

Das ganze Teil musste heute abend natürlich unbedingt noch eingebaut werden. Als Vorbereitung dazu gabs es natürlich auch neue Ansaugstutzen und Gummi-Verbindungen zum Luftfilterkasten – die Montage/Demontage ist mit frischen, geschmeidigen Gummis so unglaublich einfach, kaum zu glauben.

Als nächstes ging es dann Richtung Motor – dreht er noch, oder dreht er nicht? Sechster Gang eingelegt, etwas WD40 in die Zylinder gesprüht und dann mal am Hinterrad drehen. Bewegt sich! Wunderbar. Dann lohnt sich auch ein kurzer Blick unter den Ventildeckel.. sind ja nur n paar Schrauben… von Wegen: dafür muss die komplette Verkleidung entfernt werden… naja man hat ja Zeit *aufreg* Aber was darunter zum Vorschein kam, hat für alles entlohnt: Das Ding sieht aus, wie grade abgestellt – genial!

Als letztes sollte dann noch das Öl die Kawa verlassen, wie gesagt: sollte. Da war nichtmehr wirklich was drin – mehr als eine Tasse Öl, kam da nicht zusammen. Eine Frage bleibt: Warum? Ist der Vorbesitzer mit zu wenig Öl gefahren? Ist das Öl die letzten 15 Jahre langsam rausgesifft? Wurde es “ein bisschen” abgelassen? Wer weiss, wer weiss….

Nachtrag: Da war doch mehr Öl drin… woher soll man auch wissen, dass sich da insgesammt 3 Ölablasschrauben versteckt haben.

Wie schon beim Herumschieben zu bemerken war, sind die Bremsen doch recht festgegammelt. Eigentlich wollte ich mit solchen “Schönheitskorrekturen” warten, bis der Motor läuft… oder eben nicht, aber wenn man das Mopped alleine bewegen kann, hilft das ungemein mein Rangieren. Dazu waren bisher nämlich mindestens zwei Menschen nötig.

Der hintere Bremssattel wurde überprüft, gereinigt und wieder zusammengesetzt – was trotz der langen Standzeit erfreulich einfach ging.

Nicht ganz so gut sahen die vorderen Bremssättel aus. Die Kolben sind leider komplett festgefressen und lassen sich auch mit Druckluft nicht mehr zum bewegen überreden. Da sich ein Reperatursatz für die Bremssättel und funktionsfähige Gebrauchtteile preislich nichts nehmen, werden für den Wiederaufbau zwei “neue” Bremssättel zum Einsatz kommen.

Der erste Schritt beim Aufbau des Motorrads ist natürlich zu schauen, wie es um den Motor steht. Dazu befolge ich natürlich die übliche Vorgehensweise, unter anderem die Reinigung des Vergasers. Dazu muss dieser natürlich ausgebaut werden – was die total verhärteten Gummis vor und hinter dem Vergaser heute erfolgreich zu verhindern wussten. 1:0 für die Kawa. Die einzige Chance besteht darin, die Ansaugstutzen durchzusägen – da diese sowieso erneuert werden, ist das aber nicht weiter schlimm.

 

Bevor ich aber das Werkzeug niedergelegt habe, wollte ich, weil ich grad eh mit der Nase davor hin, schonmal den Luftfilter ausbauen… was raschschelt denn da so komisch? Da scheint irgendwas im Luffilterkasten zu liegen.

 

Tja, Mietnomaden gibt es auch im tierreich, da war wohl mal das Lager einer Maus oder so :)

Nachdem die Maschine besichtigt wurde, kam heute der große Tag: Abholen. Wie sich allerdings gleich zu Beginn herausstellte, war das einfacher gesagt, als getan. Die Gute lies sich nur äußerst widerwillig von ihrem Parkplatz bewegen – die Jahre des Herumstehens haben ihre Spuren hinterlassen. Zum Glück war genug “manpower” vorhanden, um sie dann letztendlich doch dazu zu überreden auf dem LKW Platz zu nehmen. An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Lukas, Armin und Olaf!

Ein paar Daten zur Maschine:

  • Baujahr: 1984
  • Laufleistung: 53.000km
  • Betriebsbereit: garantiert nicht

Es wird in den folgenden Wochen… Monaten nun meine Aufgabe sein, den letzen Punkt zu korrigieren – hoffentlich. Sollte der Motor laufen wird die Kawa wieder originalgetreu aufgebaut und wieder auf den Straßen dieser Welt spielen dürfen.

 

 

Habe fertig

Heute ging es dann zum finalen TÜV-Besuch: *Trommelwirbel* – Alles OK, ich darf damit durch die Gegend bollern :D
Natürlich gibt es hier und da noch ein klein wenig zu machen und mir werden wahrscheinlich immer wieder irgendwelche Sachen einfallen, die ich noch ändern werde… (die Fußrasten zum Beispiel) aber fürs Erste, wars das.


Wenn jemand die Kiste haben will, soll er sich melden, ansonsten fahr ich das Ding :D

Nach über 3 Monaten melde ich mich auch mal wieder mit einem Statusbericht.
Ich habe mich der Verkleidung gewidmet:
Das erste wäre mal der Höcker… Eine sche**** Arbeit! Nach 5 erfolglosen Versuchen einen solchen mittels Bauschaum bzw. Styrodur-Platten herzustellen, gelang es mir endlich etwas brauchbares herzustellen…
Das Ding liegt jetzt ersmal wieder zum trocknen im Keller.
Ausserdem habe ich Tank und Lampengehäuse lackiert.

Der Tank wurde montiert… muss man natürlich gleich mal testen:

Video zum Probelauf

Auch an diesem wunderschönen Wochenende hab ich natürlich ein wenig geschraubt. Der Motor kam zurück an seinen angestammten Platz und auch der Vergaser gesellte sich dazu. Ein paar Teile hier, ein paar Teile da – soweit, so gut.
Leider häufen sich jetzt auch die Probleme – ich schreibe sie hier mal in aufsteigener Reihenfolge nieder:
Im Lapengehäuse fehlt der Masseanschluss, der bisher über die Halter und Gabel erfolgte. Da die neuen Lampenhalter aber Gummigelagert sind, wird das so nichts
Das Kettenrad ist zu dick, so dass die Kette nicht drüber passt.
Die Gas und Kupplungszüge sind wegen des Lenkerumbaus viel zu lang und können nicht sauber verlegt werden
Beim verkabeln habe ich auf einmal ein Masse-Kabel übrig. Laut Schaltplan ist auch alles soweit an seinem Platz, leider weichen der Plan und meine Bilder von einander ab – da wurde unverständlicher Weise ein Kabel auf Masse gelegt, was überhaupt keinen Sinn macht.
Beim kompletten leeren des Tanks hörte ich gegen Ende ein rasseln. Wahrscheinlich ist das Ding von innen ordentlich verrostet

Die meissten Probleme lassen sich wohl durch Basteln oder Investitionen lösen. Bei den anderen hoffe ich, dass ich sie irgendwie hinbekomme.

Wir haben heute die neuen Nadellager in die Schwinge eingebaut – somit wurde aus dem katastrophalen Fahrwerk zumindest ein schlechtes :D .

Die Schwinge wurde natürlich gleich eingebaut und die Räder direkt hinterher.

Die ersten Teile haben sich schonmal zusammengefügt. Jetzt muss ich auf die Schwingen-Lager warten.